Hausmusik der Familie Mendelssohn mit Ronald Brautigam und dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn

Ronald Brautigam, Foto: Marco Borggreve

Ronald Brautigam, Foto: Marco Borggreve

„Ich liebe Mendelssohn wegen seines Esprit“, sagt Ronald Brautigam über den Komponisten, dessen Werke im Mittelpunkt des 7. Heilbronner Konzertes am 26. März 2014 stehen. Es ist bereits der zweite Teil des Mendelssohn Projekts mit dem Pianisten und dem Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn.

In diesem Teil sind ausschließlich Kompositionen aus der Jugend von Felix Mendelssohn Bartholdy zu hören. Die zwölf Streichersinfonien und das Klavierkonzert in a-Moll schuf er für die sonntäglichen Konzerte in seinem Elternhaus bereits im Alter von 12 bis 14 Jahren. Diese Konzerte leitete der junge Mendelssohn selbst vom Klavier aus. Bei den Streichersinfonien, welche für eine kammermusikalische Streicherbesetzung geschrieben sind, improvisierte Mendelssohn Bartholdy eine Continuostimme am Klavier.

Pianist und Ensembleleiter zugleich

In gleicher Weise wird auch Ronald Brautigam am 26. März den zweiten Teil des Mendelssohn-Projektes leiten. Er übernimmt also sowohl die Rolle des Ensembleleiters als auch den Solistenpart. Dies bedeutet für den Pianisten natürlich eine doppelte Herausforderung. Gerade beim Konzert für Klavier und Streichorchester a-Moll ist der Pianist durchgehend gefordert. Während er Klavier spielt, hat er keine Hand frei um dem Orchester Einsätze zu geben oder die Dynamik zu regulieren. Deshalb muss der Pianist dem Konzertmeister Zohar Lerner völlig vertrauen können und sehr eng mit ihm zusammenspielen.

Intensives Zusammenspielen

Auch die übrigen Musiker müssen eine größere Verantwortung übernehmen. Denn wenn kein Dirigent das Orchester leitet, muss jeder mehr auf das Zusammenspiel achten. Diese erhöhte Konzentration schätzt Ronald Brautigam sehr, da dadurch ein sehr intensives Zusammenspiel entstehet, So wird es auch im Hause Mendelssohn der Fall gewesen sein.

Eine weiterer Punkt bringt die Zuhörer noch näher in den Mendelssohn‘schen Salon: Ronald Brautigam spielt im Konzert am 26. März einen Hammerflügel des Klavierbauers Ignace Pleyel (Paris,1851). Obwohl Felix Mendelssohn Bartholdy einen Hammerflügel des Pleyel-Konkurrenten Sébastien Érard bevorzugte, eignet sich das Pleyel-Instrument wunderbar, um die Musik Mendelssohns aufleben zu lassen. Der Hammerflügel ist im Klang sehr diskret und transparent wodurch die Continuostimme in den Streichersinfonien sehr leicht wird. Auf der anderen Seite bietet der Hammerflügel von Pleyel alle Voraussetzungen um auch der Virtuosität im Konzert für Klavier und Streichorchester gerecht zu werden.

Am 26. März 2014 erwartet mit Ronald Brautigam die Zuhörer in der Heilbronner Harmonie also authentische Hausmusik der Familie Mendelssohn Bartholdy. Wann habt Ihr das letzte Mal zuhause musiziert?

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