Saisonstart beim WKO und die Erfüllung eines Herzenswunsches

Nach einem ausverkauften Konzert des Hohenloher Kultursommers im Kloster Schöntal, bei dem sich das WKO am 7. September gemeinsam mit der Klarinettistin Annelien van Wauwe und Mozarts „Kleiner Nachtmusik“ aus der Sommerpause zurückmeldete, begannen diese Woche die Proben für einen vielseitigen und prall gefüllten Konzertmonat.

Auf dem Programm stand zunächst ein Konzert im Saalbau Homburg mit dem jungen Pianisten Kit Armstrong und dem Trompeter Wolfgang Bauer, der dem Württembergischen Kammerorchester seit vielen Jahren eng verbunden ist. Die Leitung übernahm Markus Korselt, Leiter der Homburger Meisterkonzerte und Geschäftsführer der Innsbrucker Festwochen für Alte Musik.

Am Samstag beginnen die Proben unter Chefdirigent Ruben Gazarian für den Saisonauftakt in der Harmonie Heilbronn. Bis zur Generalprobe am Mittwoch-Vormittag stehen Dmitri Schostakowitschs 14. Sinfonie und Franz Schuberts „Der Tod und das Mädchen“ in einer Streichorchesterfassung des WKO-Cellisten Georg Oyen auf den Notenständern im Probesaal.

„Die neue Konzertsaison hat es schon am Anfang in sich: großformatige Meisterwerke der Musikgeschichte und gleich zwei Konzertreisen“, sagt Intendant Dr. Christoph Becher. „Im Programm des ersten Heilbronner Mietekonzerte wollten Ruben Gazarian und ich unbedingt die 14. Sinfonie von Schostakowitsch bringen: eines seiner persönlichsten und intimsten Werke. Gesungen werden die elf Gedichte der Sinfonie von der international nachgefragten Sopranistin Elena Zhidkova und vom Bass Andreas Hörl, mit dem ich viele schöne Produktionen an der Hamburgischen Staatsoper gemeistert habe und der jetzt im Wiener Ensemble ist.“

Nahtlos an das Konzert schließen sich die Proben für eine Konzertreise nach Niedersachsen an. Gemeinsam mit dem Bratscher Nils Mönkemeyer und der Geigerin Veronika Eberle gibt das Württembergische Kammerorchester Anfang Oktober vier Konzerte bei den Niedersächsischen Konzerttagen, einem der renommiertesten Musikfestivals Norddeutschlands.

 

Sonne über der Maimusik

Württembergisches Kammerorchester Heilbronn zieht positive Bilanz des Festivals „Maimusik Heilbronn“

Kiliansplatz bei der Maimusik, Foto: Johannes Pfeffer

Kiliansplatz bei der Maimusik, Foto: Johannes Pfeffer

„Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ – so lautete die Losung des Festivals „Maimusik Heilbronn“ des Württembergischen Kammerorchesters, das vom 14. bis zum 25. Mai 2014 erstmalig an verschiedenen Spielorten in Heilbronn stattgefunden hat. Drei Konzerte des Festivals waren unter freiem Himmel zu hören, was bei der nicht ganz eindeutigen Wetterlage im Wonnemonat Mai ein Wagnis darstellte. Auch das neue Konzept, dessen Idee es ist, unter dem Motto „Musizieren mit Freunden“ unterschiedlichste Gäste zum Festival einzuladen und an ungewöhnlichen Spielorten in der Stadt vorzustellen, ist aufgegangen – das Kammerorchester hat gewagt und: gewonnen.

Rund 6000 Besucher bei der Maimusik

Rund 6000 Besucher wurden mit den zehn Konzerten des Festivals erreicht und das Württembergische Kammerorchester Heilbronn hat viele neue Freunde gewinnen können. „Es hat geklappt: Wir wollten in die Stadt gehen und mit Open-Air-Konzerten auch Personenkreise zum Hören klassischer Musik einladen, die üblicherweise nicht in unsere Konzerte kommen“, freut sich WKO-Intendant Dr. Christoph Becher. „Wir haben viele positive Rückmeldungen bekommen, das Festival ist sehr gut angenommen worden – das ist ein toller Start in den Sommer“. Continue reading

Bericht zur großen musikalischen Akademie zum Vortheile von Herrn Ludwig van Beethoven am Mittwoch, dem 2ten April 1880 im kaiserlich königlichen National-Hof-Theater

Foto: WKO

Foto: WKO

Was für eine Bereicherung für Wien! Seit nunmehr acht Jahren lebt Herr Ludwig van Beethoven nun in der schönen Donaustadt – und welch’ Inspiration hat sie ihm geschenkt. Spätestens seit seiner gestrigen ersten musikalischen Akademie können wir mit Fug und Recht behaupten: Wien beherbergt, neben Joseph Haydn, einen der größten Komponisten unserer Zeit!

Ein langer und ereignisreicher Abend erwartete die zahlreichen Zuhörer im bald ausverkauften Saal des National-Hof-Theaters. Auf dem Programm stehen laut Ankündigung: Ein grosses Konzert auf dem Piano-Forte, gespielt und komponirt von Hrn Ludwig van Beethoven. / Ein Sr. Majestät der Kaiserinn allerunterthänigst zugeeignetes, und von Hrn. Ludwig van Beethoven komponirtes Septett, auf 4 Saiten und 3 BlasInstrumenten, gespielt von denen Herren Schuppanzigh, Schreiber, Schindlecker, Bär, Nikel, Matauscheck, und / Dietzel. / … / Sodann wird Herr Ludwig van Beethoven auf dem Piano-Forte fantasiren. / Eine neue grosse Symphonie mit vollständigen Orchester, komponirt von Herrn Ludwig van Beethoven. Continue reading