Artist in Blog Residence: Die Pianistin Margarita Höhenrieder

Margarita Höhenrieder, Foto: Mat Hennek

Margarita Höhenrieder, Foto: Mat Hennek

„Eine Pianistin, deren Werdegang beachtlich ist“, so schreibt Klassik.com über unseren Artist in Blog Residence. Margarita Höhenrieder ist der breiten Öffentlichkeit wenig bekannt, wird jedoch in Fachkreisen sehr geschätzt. Die Dirigenten Claudio Abbado, Lorin Maazel, James Levine, Riccardo Chailly, Fabio Luisi und viele namhafte Orchester wie das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Münchner Philharmoniker, das New York Philharmonic,die Sächsische Staatskapelle Dresden, das Gewandhausorchester Leipzig, das Mozarteum Orchester Salzburg, das Mahler Chamber Orchestra laden Margarita Höhenrieder wiederholt zu gemeinsamen Konzerten ein.

Das Klavierspiel liegt der Preisträgerin vieler internationaler Klavierwettbewerbe seit ihrer Kindheit im Blut. Mit elf Jahren gibt sie ihren ersten Klavierabend. Sie studiert bei Anna Stadler und Ludwig Hoffmann in München und später beim legendären amerikanischen Pianisten Leon Fleisher in Baltimore. Wesentliche künstlerische Impulse verdankt sie auch der Freundschaft und Zusammenarbeit mit Alfred Brendel.

1981 gewinnt Margarita Höhenrieder den ersten Preis beim bedeutenden BUSONI-Wettbewerb in Bozen und reiht sich damit ein in die Liste anderer BUSONI-Preisträger, wie z.B. Martha Argerich und Jörg Demus. Ihr künstlerischer Weg führt sie fortan vermehrt in die großen Musikzentren der Welt wie Berlin, Paris, Rom, Salzburg, Mexico City und New York,wo sie mit großem Erfolg ihr Debüt in der Carnegie Hall feiert.

Seit 1991 ist Margarita Höhenrieder außerdem Professorin an der Hochschule für Musik und Theater in München. Zeitgenössischer Musik ist die Pianistin gegenüber sehr aufgeschlossen. Eine langjährige Freundschaft verband sie mit Harald Genzmer. Er widmete ihr u.a.das Konzert für Klavier, Trompete und Streicher, welches sie zusammen mit Guy Touvron und dem Württembergischen Kammerorchester uraufführte und auf CD einspielte. Genzmers letztes großes Werk, eine Fantasie des Abschieds mit dem Titel “Wie ein Traum am Rande der Unendlichkeit” für Klavier und Flöte, widmete er ebenfalls der Künstlerin.  2009 brachten es Margarita Höhenrieder gemeinsam mit dem Soloflötisten der Berliner Philharmoniker, Emmanuel Pahud, in Rom zur Uraufführung.

Margarita Höhenrieder und das Württembergische Kammerorchester

Das Württembergische Kammerorchester hat in den vergangenen Jahren einige Male mit der Pianistin konzertiert. 2001 erschien bereits eine CD mit der Ersteinspielung des Konzertes für Klavier, Trompete und Streicher von Harald Genzmer, auf der Margarita Höhenrieder und der Trompeter Guy Touvron mit dem Kammerorchester zu hören sind.  Außergewöhnlich war der Auftritt im Dornier-Museum anlässlich der 200-Jahr-Jubiläumsfeier der Stadt Friedrichshafen im Juni 2011.

Artist in Blog Residence

Die Pianistin Margarita Höhenrieder ist in dieser Spielzeit unser Artist in Blog Residence. Artists in Residence kennt man normalerweise eher von Festivals. Wie auf einem Festival ist es auch hier im Blog möglich Margarita Höhenrieder besser kennen zu lernen, etwas über ihre musikalische Prägung zu erfahren und eine exklusive Begegnung zu haben – eine Begegnung mit der Video-Aufnahme von Beethovens erstem Klavierkonzert in C-Dur op. 15 mit der Pianistin und dem WKO. Diese Aufnahme entstand beim Konzert in Friedrichshafen und ist nur im Youtube-Kanal des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn zu sehen.

Wie es dazu kam

Das Festkonzert fand anlässlich des 200. Jubiläums der Stadt Friedrichshafen im Dornier-Museum statt. Inmitten zahlreicher Flugzeugexponaten von Claude Dornier – jedes für sich ein Symbol für Innovation und Pioniergeist – präsentierten Margarita Höhenrieder-Dornier und das Württembergischen Kammerorchester Heilbronn ein ebenso hochkarätiges Konzert. Das umjubelte Konzert eröffneten Margarita Höhenrieder und drei Musiker des WKO (Zohar Lerner, Irene Lachner, Georg Oyen) mit Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierquartett g-Moll. Darauf folgte das Württembergische Kammerorchester mit ihrem Chefdirigenten Ruben Gazarian mit der „Schottischen Symphonie“ Nr. 3a op. 56 von Felix Mendelssohn Bartholdy. Höhepunkt des außergewöhnlichen Konzertprogrammes war das Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur op. 15 von Ludwig van Beethoven. Das Klavierkonzert, das nicht Beethovens erstes ist, zeichnet sich durch sein erweitertes Orchester und den kraftvollen Solopart aus. Die „sehr starke Begleitung“ und die „ungewöhnlichen Rhythmen“ wurden schon von Beethovens Zeitgenossen erwähnt. Großer Jubel danach für dieses einmalige Konzert an diesem spektakulären Ort – “where great pioneers meet the arts”. Die drei Sätze des Klavierkonzertes – Allegro con brio, Largo und Rondo – sind ab sofort im Youtube-Kanal des Württembergischen Kammerorchesters zu hören.

1. Satz: Allegro con brio

2. Satz: Largo

3. Satz:  Rondo, Allegro scherzando

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